Inhalt der Aus- und Weiterbildungsrichtlinien des MIP


Allgemeine Aus- und Weiterbildungsrichtlinien
  1. Das Mitteldeutsche Institut für Psychoanalyse Halle e.V. (MIP) bietet Curricula für die Ausbildung psychologischer Psychotherapeuten und für die Weiterbildung von Ärzten in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und in analytisch begründeten Verfahren sowie alle dafür notwendigen Aus- bzw. Weiterbildungsbestandteile an oder gibt Hinweise zum Erwerb der Aus- und Weiterbildungsbestandteile an anderen Instituten. Die praktische Tätigkeit wird mit Hilfe von Kooperationspartnern gewährleistet.

  2. Folgende Aus- und Weiterbildungsgänge sind möglich, für:

    1. Ausbildung von Psychologen nach dem Psychotherapeutengesetz – Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
    2. Ausbildung von Psychologen nach dem Psychotherapeutengesetz – Psychoanalytisch begründete Verfahren: Psychoanalyse und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (verklammerte Ausbildung)
    3. Approbierte Psychologische Psychotherapeuten mit anderer Fachkunde zu einer Zusatzqualifikation in psychoanalytisch begründeten Verfahren: Psychoanalyse und /oder Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
    4. Ärzte im Erwerb der Zusatzbezeichnung „Psychoanalyse“ (auch als Erweiterung bei bereits vorhandenen tiefenpsychologischen Qualifikationen wie Facharzt für psychotherapeutische Medizin oder Zusatzbezeichnung „Psychotherapie - fachgebunden“)
    5. Ärzte im Erwerb der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie - fachgebunden“

      sowie Weiterbildungsbestandteile für:

    6. Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
    7. Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
    8. Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
    9. Sozialpädagogen und Diplompsychologen in Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz

      Die Aus- bzw. Weiterbildungen entsprechen:

    • der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Psychologische Psychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz (vom 18.12.98– Psych-Th-APr.V)
    • den Verträgen der KBV in der kassenärztlichen und vertragsärztlichen Versorgung
    • der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt
    • den Weiterbildungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e. V. (DGPT)

  3. Lehranalyse, Lehrerfahrung und theoretische Ausbildung werden vom Institut durch die bestätigten Lehranalytiker, Lehrtherapeuten und Dozenten realisiert. Die praktische Ausbildung unter regelmäßiger Supervision wird ebenfalls vom Institut angeboten.

  4. Es wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass alle Aus- bzw. Weiterbildungsbausteine am MIP absolviert werden. Nach vorheriger Absprache mit dem Ausbildungsausschuss des Instituts können auch Aus- und Weiterbildungsteile bei Lehranalytikern und Lehrtherapeuten bzw. Supervisoren anderer staatlich anerkannter Institute oder Weiterbildungseinrichtungen erworben werden.

  5. Die Bewerbung zur Aus- bzw. Weiterbildung am Institut muss folgende Unterlagen enthalten:

    • den Antrag auf Zulassung zur Aus- bzw. Weiterbildung mit Lichtbild und mit Bestätigung der Anerkennung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung
    • eine schriftliche Begründung des Antrages (Motiv für die Aus- bzw. Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie bzw. analytisch begründeten Verfahren)
    • einen handschriftlichen Lebenslauf (zur psychosozialen Lebensgeschichte) sowie eine maschinenschriftliche Darstellung der bisherigen Tätigkeiten und Qualifikationen
    • eine Kopie der Approbations- bzw. Diplomurkunde
    • für Ärzte in Weiterbildung „Psychoanalyse“ zusätzlich eine differenzierte Übersicht über die mindestens zweijährige praktische Tätigkeit als Mediziner nach 2.1.3. der Weiterbildungs- und Prüfungsordnung (Einrichtung, Abteilung, genaue Tätigkeit, Klientel, Therapiemethoden)
    • gegebenenfalls eine Übersicht über die bisherigen praktischen und theoretischen Aus- bzw. Weiterbildungsabschnitte in Psychotherapie

    Der Antrag auf Zulassung sowie der Aus- bzw. Weiterbildungsvertrag sind über die Geschäftsstelle des MIP an den Vorsitzenden des Ausbildungsausschusses zu senden.

  6. Mit Antragstellung ist eine Bewerbungs- und Bearbeitungsgebühr von 50,00 € auf das Konto des Instituts zu überweisen (Bankverbindung: Hypovereinsbank Halle; Konto-Nr.: 5 100 183 880; BLZ: 800 200 86). Die nach Abschluss des Ausbildungsvertrages vom Institut in Anspruch genommenen Ausbildungsleistungen sind nach der aktuellen Gebührenordnung zu honorieren.

  7. Vor Abschluss des Vertrages muss der Eignungsnachweis erbracht sein. Der Antragsteller mit einer Aus- bzw. Weiterbildungsabsicht nach den Aus- und Weiterbildungsgängen 1. bis 4. (siehe Punkt 2) sucht sich dazu aus der Übersicht zwei Lehranalytiker aus. Mit diesen setzt er sich in Verbindung, um jeweils mit ihnen ein Eignungsgespräch zu führen. Diese Lehranalytiker teilen dem Ausbildungsausschuss das Ergebnis des Gespräches mit, woraufhin im Ausschuss über die berufliche und persönliche Eignung des Bewerbers entschieden wird. Das Ergebnis wird dem Antragsteller vom Vorsitzenden des Ausbildungsausschusses schriftlich mitgeteilt bzw. bei positivem Bescheid mit dem Bewerber ein Aus- bzw. Weiterbildungsvertrag abgeschlossen. Bei den zu absolvierenden Weiterbildungsbestandteilen werden die gegebenenfalls vorliegenden praktischen und theoretischen Ausbildungsbestandteile anerkannt.Für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie - fachgebunden“ sind lediglich ein Eignungsgespräch und kein Weiterbildungsvertrag notwendig (siehe Empfehlungen zum Ablauf beim Erwerb der Inhalte der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie").

  8. Nach Abschluss des Aus- bzw. Weiterbildungsvertrages meldet sich der Kandidat bei einem Lehranalytiker bzw. Lehrtherapeuten seiner Wahl ( aus dem Verzeichnis der vom Institut bestätigten Kollegen) zur Lehranalyse bzw. Selbsterfahrung an.

  9. Die abgeschlossenen Ausbildungsabschnitte lässt sich der Kandidat vom jeweiligen Ausbilder bestätigen.

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