Bericht zum Forum am 14.09.2018: 
"Multimodalität im Wandel" - 25 Jahre M.I.P. 

Das 25-jährige Bestehen des Mitteldeutschen Institutes für Psychoanalyse Halle e.V. wurde am Freitag, den 14. September 2018 im Mutterhaussaal des Diakonissenkrankenhauses Halle feierlich begangen. 

Nach der Eröffnung des Jubiläums durch die erste Vorsitzende des M.I.P. Frau Dipl.-Psych. Martina Heine diskutierten zunächst die drei Ehrenvorsitzenden des Institutes Herr Dr. med. Hans-Joachim Maaz, Herr Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Heinz Hennig und Frau Prof. Dr. med. Erdmuthe Fikentscher in Form eines Podiumsgespräches. Der lebendige Austausch wie auch die Einleitung in den thematisch orientierten Teil der Festveranstaltung wurde durch die schwungvolle Moderation von Frau Dipl.-Psych. Katrin Nickeleit, der Vorsitzenden des Unterrichtsausschusses des M.I.P befördert. 

Drei wissenschaftlich und publizistisch ausgewiesene Zeitzeugen stellten die Vorzüge, ebenso wie die Herausforderungen der turbulenten Anfangsjahre des Institutes und die nachfolgenden  Transformationen der kollektiven Erinnerung zur Verfügung. Die Ehrenvorsitzenden vermittelten lebendige Eindrücke in die, sich ab den 90er Jahren entwickelnden Institutsstrukturen und deren berufspolitische Hintergründe sowie persönliche Haltungen. Das Podiumsgespräch innerhalb des Forums erhellte besonders, dass das M.I.P. mit seiner explizit ostdeutschen Identität bundesweit Bedeutung erlangte und zu einem Zusammenwachsen der verschiedensten psychotherapeutischen Traditionen beitrug.  Ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Ausbildungsgeschichte gab uns Grund, einen Moment innezuhalten, um mit Dankbarkeit und Stolz zurückzublicken. 

Nach einer dahingehenden Zusammenfassung wurde zu einem kleinen Kuchenbuffet mit Kaffee geladen. 

Die erste Vorsitzende des M.I.P. schlug in ihrem nachfolgenden Referat einen weiten Bogen von der eigenen therapeutischen Herangehensweise ausgehend zur heutigen Vielfalt multimodalen psychotherapeutischen Vorgehens und erläuterte darauf aufbauend das institutseigene Konzept der Multimodalität in der psychotherapeutischen Lehre und Patientenversorgung.

Impulse aus dem Vortrag wurden in einer anschließenden Diskussion anschaulich aufgegriffen. Heutige und zukünftige Möglichkeiten, deren therapeutischer sowie der, für die Entwicklung der einzelnen Psychotherapeutenpersönlichkeit je individuelle Nutzen, aber auch mögliche Schwierigkeiten waren – aus theoretischer und praktischer Perspektive – Gegenstand der abschließenden Runde. Dabei ging es uns nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um das heutige Institutsleben und den Blick in Richtung Zukunft. In den letzten Jahren hat die interdisziplinäre Vernetzung in der psychotherapeutischen Versorgung eine andere Dynamik bekommen und somit ist das M.I.P Halle mit seinen Partnerschaften und seiner multimodalen Ausbildungsform ein sichtbarer Beleg für starke Kooperationen, Synergien und regionales Zusammenwachsen der verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren und deren VertreterInnen. Unter dem Dach des Institutes entstandene und schlussendlich miteinander verwobene Entwicklungslinien wurden nachverfolgt. So ergaben sich für die Zuhörer und Diskutanten sowohl Einblicke in eine sicher damals kontrovers gelebte, als auch heute zeithistorisch wertvolle Perspektive, die Ausbilden, Heilen und Forschen zusammendachte. Das Institut bildete so einen inhaltlich wie institutionell herausfordernden Erfahrungsraum innerhalb der ostdeutschen Psychotherapielandschaft und stellte sich einer, sich kürzlich vollziehenden Phase des institutionellen Umbruchs und der kritischen Selbstreflexion.  

Persönliche Gespräche ließen im Anschluss daran die Veranstaltung ausklingen. 

Besonderer Dank gilt Herrn Dipl.-Psych. E. Kretzschmar und der Leiterin der Geschäftsstelle des M.I.P. Frau Henseleit für die Vorbereitung des Forums bzw. für ihre großzügige Hilfe und Beteiligung vor Ort.

Autorin: Dr. A. Michael



65. Fr., 17.11.2017, 19.30 Uhr:

"Seelisches Erleben vor, während und nach der Geburt"
- Film: "In Utero" und  anschließendes Gespräch
  Ort: Elisabeth-Saal des Elisabeth-Krankenhauses, Mauerstr. 5, 06110 Halle
- Blockseminar hierzu am 18.11.2017
  Ort: Seminarraum des M.I.P., Ludwig-Wucherer-Str. 56, 06108 Halle

Referent: Herr Dr. L. Janus, Dossenheim



64. Fr., 19.05.2017, 19.00 Uhr:

Identitätsbildung von Psychotherapeuten - Ausbildungswege zur Multimodalität im M.I.P.

- Teilnahme für Mitglieder und Ausbildungskandidatein des M.I.P. möglich -

Ort: Seminarraum der M.I.P., Ludwig-Wucherer-Str. 56, 06108 Halle

Referenten: Frau Prof. Dr. E. Fikentscher (Halle), Herr Dipl.-Psych. S. Guerra (Halle), Frau Dipl.-Psych. K. Wolff (Halle)


63. Fr., 18.09.2015, 19.00 Uhr:

„Das implizite Gedächtnis in Übertragung und Gegenübertragung an klinischen Fallvignetten“

Referent: Herr Prof. Dr. H. Junker, Hamburg



62. Fr., 29.05.2015, 15.00 Uhr

„Schlaf und Müdigkeit in der Gegenübertragung“

Referentin: Frau Dipl.-Psych. Gabriele Lukas, Magdeburg



Sa., 21.02.2015, 10.00 bis 15.30 Uhr

Ehrensymposium zum 80. Geburtstag von Herrn Prof. Dr. Heinz Hennig:
„Die Bedeutung der Intersubjektivität im Diskurs psychodynamischer Therapien“

Ort der Veranstaltung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Hörsaal XXII, Auditorium Maximum, Universitätsplatz, 06108 Halle

61. Fr., 21.11.2014, 19.00 Uhr

„Psychoanalyse und Buddhismus“

Referent: Herr Dr. Holger Faßbinder, Köln


60. Mi., 24.09.2014, 19.00 Uhr

„Der Transzendenztrieb - Gedanken zu Psychodonamik vor dem Hintergrund der humanistischen Psychologie“

Referent: Herr Wolf Büntig


58. Fr., 04.04.2014, 19.00 Uhr
- neuer Termin für das Forum, welches im Frühjahr 2013 wegen Krankheit verschoben werden musste -

„Die Narzisstische Gesellschaft!“

Referent: Dr. H.-J. Maaz



Ausgewählte Vorträge des Forums:


Die Bedeutung von Schlaf und Müdigkeit in der
Gegenübertragung"
PDF-Datei
Vortrag vom 29.05.2015 , Referentin: Frau Dipl.-Psych. Gabriele Lucas


Vom unbewussten Es zum unendlichen O – Bions Beitrag zu einer psychoanalytischen Feld- und Prozesstheorie" PDF-Datei
Vortrag vom 16.03.2013 (Festveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des MIP und zum 70. Geburtstag von Hans-Joachim Maaz), Referent: Herr Dr. Johann-Peter Haas


„Nicht willkommen - neu angenommen
Psychoanalyse pränataler Traumatisierung" PDF-Datei
Vortrag vom 16.03.2013 (Festveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des MIP und zum 70. Geburtstag von Hans-Joachim Maaz), Referentin: Frau Ursula Volz-Boers


„Die Gewissensdeformation in einer Diktatur" PDF-Datei
Vortrag vom 07.12.2012, Referentin: Frau Esther Schulz-Goldstein


„Eifersucht" (Deutsch/Englisch mit Literaratur, PDF-Datei)
Vortrag vom 21.09.2005, Referent: Dr. L. Wurmser


"Psychischer Raum und psychoanalytischer Prozess" PDF-Datei
Vortrag vom 20.05.2005, Referentin: Angelika Staehle


"Identitätsfindung im analytischen Prozess aus dem Blickwinkel früher Traumata  - eine Betrachtung über die Bedeutung der Liebe in der psychoanalytischen Behandlung" PDF-Datei
Vortrag vom 26.01.2005, Referentin: Birgit Hollnagel


"Selbstschädigung und Selbstfürsorge in der analytischen Psychotherapie" PDF-Datei
Vortrag vom 26.01.2005, Referentin: Cornelie Kästner (ehem. Baumgärtner)


„Dann sind Sie ja auch Patient!“ von der (Un-) Möglichkeit psychoanalytischer Identität in der totalitären Gesellschaft PDF-Datei
Vortrag anlässlich der Tagung „Psychoanalytische Identität in Deutschland“ am 16. Oktober 2004 in Magdeburg,
Referent: Dr. med. Ulrich Bahrke


"Ost-Algie – Wiederkehr des Schmerzes in der Kunst am Beispiel des Malers Neo Rauch" PDF-Datei
Co-Referat zum Vortrag von Frau Annette Simon vom 02.07.2004,
Referent: Dr. med. Ulrich Bahrke


"Trieb, Objekt, Raum. Veränderungen im psychoanalytischen Verständnis der Angst." PDF-Datei
Vortrag vom 12.03.2004, Referent: Dr. Tomas Plänkers


"Die Ethik der psychoanalytischen Methode" PDF-Datei
Vortrag vom 30.10.2002, Referent: Ekkehard Gattig


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