Aus-, Weiter- und Fortbildungsprogramm 2016/2017

Unser Aus-, Weiter- und Fortbildungsprogramm 2016/2017 kann in der Geschäftsstelle erfragt und unter Angabe Ihrer Anschrift angefordert werden (gern auch per Email) und steht auch als PDF-Datei zum Downloaden bereit. Unsere Ausbildungskandidaten bekommen das Aus-, Weiter- und Fortbildungsprogramm nach Fertigstellung per Email oder auf dem Postweg zugesandt, ohne, dass sie es anfordern müssen. Auch alle im Programm involvierten Dozenten erhalten ein Exemplar des Programms.

Wichtiger Hinweis: Bei Anmeldungen von weniger als 2 Wochen vor dem Seminar erhöht sich die Seminargebühr um 10,00 € je Doppelstunde. Bei Abmeldungen von weniger als 4 Wochen wird eine Verwaltungsgebühr von 5% der Seminargebühren erhoben. Teilnehmer, die bis zu 2 Wochen vor Beginn Ihre Teilnahme absagen müssen, erhalten 50% der Gesamtsumme zurück. Kommt die Absage später als 2 Wochen vor Beginn des Seminars, erfolgt keine Rückzahlung. Außerdem sind die Anmeldung in der Geschäftsstelle und die Überweisung der Seminargebühren spätestens 4 Wochen vor Seminarbeginn nötig. Hierzu können Sie das Anmeldeformular auf der letzten Seite verwenden.


Seminare für die tiefenpsychologisch fundierte und psychoanalytisch begründete Aus- und Weiterbildung 2016/2017


Weitere Fort- und Weiterbildungen tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie 2016/2017



Übersicht über mögliche Ausbildungsgänge am MIP

folgende Aus- und Weiterbildungsgänge sind möglich, für:

  • Psychologen in Ausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz
    - tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Psychologen in Ausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz
    - Psychoanalytisch begründete Verfahren:
    Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • approbierte Psychologische Psychotherapeuten mit anderer Fachkunde zu einer Zusatzqualifikation in psychoanalytisch begründeten Verfahren, Psychoanalyse und /oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Ärzte im Erwerb der Zusatzbezeichnung „Psychoanalyse“ (auch als Erweiterung bei bereits vorhandenen tiefenpsychologischen Qualifikationen wie Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“)
  • Ärzte im Erwerb der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“

 

sowie Weiterbildungsbestandteile für:

  • Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
  • Sozialpädagogen und Diplompsychologen in Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz

 


Wichtige Hinweise für alle Ausbildungskandidaten

Bitte überzeugen Sie sich davon, dass vor Beginn Ihres Ausbildungspraktikums eine Kooperationsvereinbarung der Praktikumseinrichtung mit dem MIP abgeschlossen wird (falls nicht schon eine Vereinbarung besteht). Anderenfalls besteht die Gefahr, dass Ihr Praktikum nicht anerkannt wird. Die Liste der Einrichtungen bestehender Kooperationsvereinbarungen mit dem MIP ist in der Geschäftsstelle abrufbar.

Vor Beginn von Behandlungsfällen müssen Sie eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen und dem zuständigen Lehranalytiker gegenüber nachweisen. Berufshaftpflichtversicherungen werden von mehreren Versicherungsunternehmen zu günstigen Gruppentarifen angeboten.

Es wird Ihnen dringend empfohlen, das psychiatrische Jahr vor dem Vorkolloquium zu absolvieren.

Im Interesse einer kommunikativ gestalteten Ausbildung sollten alle Kandidaten davon Gebrauch machen, eigene Wünsche zu äußern und an die Dozenten und Lehranalytiker Rückmeldungen über die Lehrveranstaltungen zu geben.

Alle Veranstaltungen der curriculären Ausbildung erhalten ab sofort feste Termine. Auch für diese Seminare ist eine Anmeldung zu Beginn jeden Semesters für das gesamte Semester nötig. Diese Theorieseminare müssen nicht chronologisch besucht werden.

Die Veranstaltungen der so genannten „freien Spitze“ werden zum Teil ohne Termin angeboten. Die entsprechenden Dozenten sammeln die Anmeldungen für diese Veranstaltungen und sprechen die Termine individuell ab.

Für die Veranstaltungen der so genannten „freien Spitze“, die außerhalb der curriculären Ausbildung durchgeführt werden, ist von allen Ausbildungskandidaten eine Anmeldung nötig. Diese ist an die Geschäftsstelle des MIP zu schicken (Kopievorlage auf der letzten Seite des
Programms). Bitte beachten Sie auch die Hinweise auf Seite 17.

Zur nächsten Dozentenversammlung, die nach Bedarf stattfindet, sind die Kandidatensprecher
eingeladen. Alle Kandidaten sollten auch von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und Hinweise mit den Dozenten direkt besprechen.

Supervisionen sind generell bei allen Lehranalytikern des MIP möglich. In diesem Heft sind bereits bestehende Gruppen ausgeschrieben.


Curriculum für die vertiefte Ausbildung im tiefenpsychologisch fundierten und psychoanalytisch begründeten Verfahren

Theoretische Lehrveranstaltungen, Übungen und Praktika (Überblick)

In Lehrveranstaltungen, Übungen und Praktika werden den Ausbildungskandidaten die Grundlagen und Erkenntnisse in tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie vermittelt.

Der theoretische Teil der Veranstaltungen umfasst ein Basiscurriculum (Theorie I) von vier Semestern (200 Std.) und sechs Semestern vertiefter Ausbildung (400 Std. – Theorie II). Bei den 400 Stunden vertiefter Ausbildung entfallen 270 Stunden auf Vorlesungen/ Seminare und 130 Stunden auf Kasuistisch-technische Seminare/Übungen.

Bei der Ausbildung in zwei Verfahren kommen zu den 600 Stunden Gesamttheorie noch weitere 200 Stunden hinzu (Theorie III). Die dafür notwendigen Zusatzangebote werden ab dem 9. Semester zur Verfügung stehen.

Voraussetzung für das Kasuistisch-Technische Seminar ist die Zulassung für den Behandlungsbeginn (siehe Aus- und Weiterbildungsrichtlinien des M.I.P. e.V., S. 25). Für den nächsten Studiengang ist ein mobiler Zyklus von 4 Semestern geplant, in dem die Kandidatinnen und Kandidaten am M.I.P. ihre vertiefte Ausbildung entweder mit dem 5. oder mit dem 7. Semester beginnen können.

Erstinterviewseminare beginnen dann bereits parallel mit dem 4. Semester parallel zu der Basisausbildung.


Theorie II (400 Stunden) - Übersicht

Vertiefte Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter (TP) und analytischer Psychotherapie (AP)


Semester   Seminare, praktische Übungen, Themen    Stundenrahmen    
        AP
gemeinsam TP   Gesamt 
 
5.   Erstinterviewseminar            
  1. Neurosenpsychologische Charakteristika:
Grundlagen, Konfliktreaktionen, neurotische Entwicklungen, Strukturen, Symptome
           
  2. Erstuntersuchung:
Anamnese, Indikation, Prognose, Fallkonzeptualisierung, Behandlungsplanung
    40      
  3. Übungen zum Erstinterview      25      
                 65
zum Anfang
6.   Fortsetzung Erstuntersuchung     30
     
   

Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung I:
Konfliktorientierte Behandlung, Fokussierung, begrenzte Regression (Genese, Psychodynamik und Abwehr)

 

 

15

 

 

15

   
    Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung I:
Setting, Einleitung und Beendigung der Behandlung,
Grundelemente der psychoanalytisch orientierten Behandlung
 

 

 

15

 

 

 

15

   
    Übungen      10      
                70
zum Anfang
7.   Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung II:
Therapeut-Patient-Beziehung, Therapiemotivation, Es- und Behandlungswiderstände, pathologiespezifische Abwehrmechanismen, funktionale Einheit von Übertragung und Gegenübertragung
     40      
    Kasuistisch-technisches Seminar (Übungen):   30        
 

7.1.

Analytische Langzeitbehandlung und Behandlungstechniken            
 

7.2.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Behandlungstechniken      

 30

   
                70
 zum Anfang
8.   Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung III:
Spezielle Behandlungskonkonzepte bei Borderline- und narzisstischen Persönlichkeitsstörungen sowie Psychotraumata (Differentialdiagnostik, Genese, Symptome, Entwicklungen, Strukturen, Abwehrstrukturen)
  10  30 10    
    Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung IV:
Symboltheorie, psychotherapeutische Arbeit mit Träumen und Phantasien, Einbeziehung des Körpers und imaginativer
Verfahren (Multimodalität)
  10   10    
    Kasuistisch-Technisches Seminar (Übungen)            
  8.1. Analytische Langzeitbehandlung und Behandlungstechniken  

 20

       
  8.2. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Behandlungstechniken      

 20

   
                70
zum Anfang
9.   Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung V:
Behandlungstechniken bei Kurz und Langzeittherapie sowie bei Kriseninterventionen, Hypnose und Entspannungsverfahren,
  10 25 10    
    Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung VIII:
Ethnopsychoanalyse und Probleme der psychotherapeutischen Behandlung von Patienten aus
fremden Kulturen
           
    Kasuistisch-Technisches Seminar (Übungen):            
  9.1. Analytische Langzeitbehandlung und Behandlungstechniken      25      
  9.2. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Behandlungstechniken   25   

 25

   
                85
 zum Anfang
 10.   Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung VI:
Behandlungsverfahren bei Kindern und Jugendlichen
    35      
    Theorie der psychoanalytisch orientierten Behandlung VII:
Behandlungsverfahren bei Paaren, Familien,
Konzepte der Gruppenpsychoherapie
           
    Kasuistisch-Technisches Seminar (Übungen):            
  10.1. Analytische Langzeitbehandlung und Behandlungstechniken   30        
  10.2. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Behandlungstechniken      

 30

   
                65
 zum Anfang

Theorie III (200 Stunden)

Zusatzangebote bei der Ausbildung in zwei Verfahren, d.h. vertiefte Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie, werden den Kandidatinnen und Kandidaten ab dem 9. Semester angeboten und in einem der nächsten Mitteilungshefte des Unterrichtsausschusses ausgewiesen. Die Angebote orientieren auf:

  • Der Stamm der Psychoanalyse (z.B. Trieb- und Traumatheorie, Ich-Psychologie, Narzissmustheorie, die britische Objektbeziehungstheorie)
  • Moderne Weiterentwicklungen der Objektbeziehungstheorien (z.B. Balint, Erikson, Winnicott, Mahler, Kernberg, Lorenzer und Horn)
  • Die Psychoanalyse in Deutschland
  • Moderne Entwicklungslinien in der Psychoanalyse (z.B. Gill, Renik, Gabbard, Heigl-Evers, Rohde-Dachser)
  • Psychoanalyse und Säuglingsforschung (z.B. Lichtenberg, Emde)
  • Psychoanalyse und Psychotraumatologie, Neurobiologie und „Mutterleibserfahrungen“ (z.B. Fischer, Hüther, Janus)


Erste Termine dazu finden Sie in diesem Heft. Die Reihe wird in den Folgesemestern fortgesetzt.


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